Der 2. Erbrechtstag im Jahre 2002



Die 2. Geraer Erbrechtstage werden aufgrund der unterschiedlichen Themen in zwei Veranstaltungen durchgeführt. Beide finden wieder im Möbelhaus Rieger, Saal “Showbühne”, in Gera-Tinz, Siemensstraße 33 statt. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Die Schirmherrschaft über die 2. Geraer Erbrechtstage hat der Thüringer Justizminister Dr. Andreas Birkmann übernommen.
Dr. Andreas Birkmann


1. Veranstaltung: Am Dienstag, den 23. April 2002 um 15.00 Uhr


Thema:

"Das Pflichtteilsrecht - Segen oder Übel"

Referentin:

Frau Dr. Constanze Trilsch-Eckardt, Dresden
Vizepräsidentin des Deutschen Forums für Erbrecht e.V.
Dr. Constanze Trilsch-Eckardt

Das Thema Pflichteil erregte seit jeher die Gemüter der Betroffenen und hat sie in zwei Lager gespalten: Die einen betrachten es als segenreiche Erfindung des Erbrechts, für die anderen dagegen ist es ein notwendiges Übel. Fest steht, und dessen sind sich viele noch gar nicht bewusst, bei der Geltendmachung des Pflichtteils kann es zu katastrophalen Folgen für die Erben kommen. Aufklärung und Sensibilisierung für dieses interessante Thema ist Ziel der Veranstaltung.

Schwerpunkte der Veranstaltung sind:

  1. Gesetzliche und testamentarische Erbfolge
  2. Wer ist Pflichtteilsberechtigt? Wie hoch ist der Pflichtteil?
  3. Pflichtteilsergänzungsansprüche
  4. Abwendung von Pflichtteilsansprüchen
  5. Geltendmachung und Auszahlung des Pflichtteils


2. Veranstaltung: Am Mittwoch, den 24. April 2002 um 18.00 Uhr

Thema:

"Sinnvolle Gestaltung der Unternehmensnachfolge"

Referent:

Prof. Dr. Klaus Michael Groll, München
Präsident des Deutschen Forums für Erbrecht e.V.
Prof. Dr. Klaus Michael Groll

Ziel dieser Veranstaltung ist es, auf die wichtigen und zugleich schwierigen Probleme des Erbrechts bei Unternehmensnachfolge - auch hinsichtlich der Verknüpfung mit Gesellschafts- und Steuerrecht - hinzuweisen.
Leider behandeln zuviele Unternehmer die Thematik immer noch als ein Tabu. Andere, die die Notwendigkeit des Handels zwar erkannt haben, sich aber nicht fachkundig beraten lassen, werden oft Opfer fehlerhafter rechtlicher Gestaltungen oder aber praktischer Realität. Nicht selten endet dies in der wirtschaftlichen Katastrophe des Unternehmens.
Will der Unternehmer verhinden, dass der Erbfall zur “Erbfalle” wird, muss er rechtzeitig vorbeugen: Entweder lebzeitige Übertragung des Unternehmens an den Nachfolger oder fachgerechte Gestaltung eines Testaments.

Schwerpunkte der Veranstaltung sind:

  1. Wie muss eine letztwillige Verfügung formal aussehen?
  2. Welche Arten von letztwilligen Verfügungen gibt es?
  3. Vorzüge und Tücken des gemeinschaftlichen Ehegattentestaments
  4. Warum ist gerade bei der Unternehmensnachfolge eine Erbengemeinschaft so gefährlich und durch welche Gestaltung lässt sie sich entschärfen?
  5. Unternehmensnachfolge und Testamentsvollstreckung
  6. Zerschlagung von Unternehmen durch das Pflichtteilsproblem
  7. Vor- und Nachteile vorweggenommener Erbfolge (lebzeitige Vermögensübertragung)
  8. Darstellung der wichtigsten Modelle lebzeitiger Vermögensübertragung
  9. Unternehmensnachfolge von Todes wegen bei Einzelfirma, OHG, KG, GmbH, AG; Zusammenhang zwischen Gesellschafts- und Erbrecht
  10. Hinweise auf Steuerfallen bei der lebzeitigen Vermögensübertragung und Unternehmensnachfolge von Todes wegen